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Windora
Chroniken von Windora – Ruhe nach dem Sturm?
Wir schreiben das Jahr 2026
Mein Name lautet Spectrus von Lichtweber.
Ich bin nun nahe daran, alt genannt zu werden, und doch sagte ich mir vor einigen Jahren:
„Versuche etwas Neues.“
Und so tat ich es. Ich betrat ein Labor, neugierig, suchend. Dort sah ich mich genau um und fand schließlich das, was zu mir passte:
die Kunst und Technik, Licht, Farbe und das Auge so einzusetzen, dass man die Zeit einfangen kann.
Die Gabe, die man mir nachsagt, musste ich erst einmal in mir entdecken. Das war nicht immer leicht.
Es wurde viel gelernt, noch mehr ausprobiert.
Und ich kann nicht sagen, wie oft ich nach meinen Übungen ein Labor wieder in Ordnung bringen musste.
In der Anfangszeit wurde ich belächelt.
Ich war ohne meinen Umhang unterwegs, hielt lediglich zwei neuartige Werkzeuge in den Händen und richtete sie auf die Menschen.
Ihre Blicke waren skeptisch, manchmal auch spöttisch und nicht selten wurde ich gar ein Zeitdieb genannt.
Doch mit der Zeit wurde ich besser.
Heute nennt man mich den Schnellzeichner. Auch bin ich mittlerweile auch mit meinem Magierumhang
unterwegs, so dass die Menschen dort mich besser erkennen und nicht als Gefahr ansehen.
Immer tiefer tauche ich in die Geschichten ein, die ich erleben darf.
Doch es sind nicht nur die Kämpfe und Abenteuer, die meine schnellen Zeichnungen prägen es sind vor allem die Menschen, denen ich begegne.
Ihre Augenblicke, ihre Emotionen, ihre flüchtigen Geschichten sind es, die ich festhalte.
Und vielleicht ist es genau das, was mich antreibt: nicht die Zeit zu stehlen – sondern sie für einen Moment sichtbar zu machen.
Hochachtungsvoll
Spectrus von Lichtweber
Die Kaiserliche Legion und der Orden beschlossen, die Freie Stadt Baradiir zu belagern. Ihr Ziel war es, die aufbegehrende Stadt auszuhungern. Doch die findige Bevölkerung fand Wege, Nahrungsmittel in die Stadt zu schmuggeln. Dafür mussten sie Kontrollpunkte der Belagernden passieren, sich überprüfen lassen und versuchen, die Wachen zu überlisten.
Allerdings gelang es auch einzelnen Personen aus den Reihen der Belagernden, in die Stadt einzudringen und Lebensmittel zu entwenden oder zu vergiften.
Am Ende wurden dennoch so viele Vorräte in die Stadt geschmuggelt, dass Baradiir der Belagerung noch mehrere Monate hätte standhalten können. In der Feldschlacht jedoch siegte das Bündnis aus Legion und Orden gegen die Streitkräfte der Stadt und die Ewigen – eine endgültige Entscheidung brachte dies jedoch nicht.
Die Fraktionen einigten sich schließlich darauf, einen Friedensrat einzurichten, um das Blutvergießen zu beenden. Dieser Rat soll in der Stadt Baradiir tagen.
Am 14.03.2026 trat dieser Friedensrat mit Vertretungen aller Fraktionen erstmals zusammen. Wird es ihm gelingen, endlich einen dauerhaften Frieden zu schaffen? Oder bricht der Konflikt um das Gesetz des Kaisers und die Freiheit der Stadt Baradiir erneut auf?
Und was ist an dem Gerücht dran, das plötzlich die Runde macht …?…