Willkommen auf
Sylt
Dezember
Ein Schritt nach draußen,
ein Blick durch die Linse
Moin,
immer dichter kamen die Wände. Der Alltag ist einfach nicht mehr der, der er einmal war.
Auch die Kamera war mehr oder weniger schon eingestaubt.
Die Tage wurden immer schlimmer, dunkler, und wirklich lange hell waren sie auch nicht.
Die Depression wurde stärker, doch ein kleiner Teil in mir sprach zum Glück noch mit mir.
Also ging es ins Internet, und es wurde auch schnell etwas gefunden.
Ohne lange darüber nachzudenken, wo genau es auf der Insel liegt, wurde das gebucht, was recht günstig erschien.
Es ging nach Sylt – Rantum. Dieser Ort liegt südlich von Westerland.
Freitag, der 19.12.2025
Die Uhrzeit war kurz vor 8 Uhr morgens. Eine halbe Stunde später verließ der Zug den Bahnhof, und man kam pünktlich in Westerland an.
Dadurch blieb noch sehr viel Zeit, die man ein wenig nutzen konnte:
Ein kurzer Gang durch die Einkaufsstraße, um Kleinigkeiten zu besorgen, bevor es anschließend zum Hotel ging.
Noch einmal aufs Handy geschaut, um zu prüfen, wo man eigentlich hinmusste, und schon hatte man die rund 7 Kilometer unterschätzt. Man kam nämlich auf die dumme Idee, zu Fuß zum Hotel zu gehen. Es sollten allerdings nicht die letzten Kilometer gewesen sein, die man zurücklegte. Und der Hund war so froh, dass er mitdurfte. Als die Heimfahrt am 22.12.2025 vor uns lag, wollte er eigentlich schon gar nicht mehr mit nach Hause.
Ich muss aber auch gestehen, dass ich diesen Strand jetzt schon wieder vermisse, und vielleicht vermisst auch meine Kamera diesen, denn sie hat (glaube ich) gute Fotos mit nach Hause gebracht.
Aller Anfang ist eben doch schwer (nach einer langen Pause), obwohl man mit der Kamera inzwischen schon gute zehn Jahre unterwegs ist. Also fing ich erst einmal ganz einfach an.
Langsam, aber sicher fand ich wieder hinein.
Am Strand ging fast alles von allein.
Die Wellen, das Licht und alles, was man sonst so sah.
Ich möchte nicht sagen, dass ich in einen Rausch kam, doch ich funktionierte nicht mehr einfach nur.
Doch nicht nur Wasser und Menschen in der Ferne waren interessant. Möwen ziehen auch einen magisch an und somit mussten sie auch herhalten.
Das Wasser hinterlässt seine Spuren: Schaum, Muscheln und Steine. Doch auch die Fußspuren, die wir hinterlassen, sind schön anzusehen. Nicht nur die der Menschen, sondern auch die der Tiere.
Jeder Aufenthalt vergeht bedauerlicherweise irgendwann. Doch bevor ich wieder gehe, hinterlasse auch ich hier noch ein paar Spuren.


































1 Comment
Moin,
tolle Bilder! Meer und Strand geht ja immer und du hast die Stimmung super eingefangen. Mein Favorit ist das Bild mit dem Kutter. Danke fürs mitnehmen und den virtuellen Ausflug nach Sylt.
Gruß
Matthias